Die Tantieme stellt einen erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteil dar, der sich deutlich von anderen variablen Zahlungen im Arbeitsverhältnis unterscheidet. Im Gegensatz zur Provision, die sich auf den individuellen Verkaufserfolg eines einzelnen Mitarbeiters stützt, orientiert sich die Tantieme am wirtschaftlichen Gesamterfolg des Unternehmens oder eines Unternehmensbereichs.
Auch im Vergleich zur Zielvereinbarungsprämie gibt es einen Unterschied: Während Zielprämien hauptsächlich an persönliche Leistungen gebunden sind, basiert die Tantieme in erster Linie auf kollektiven Unternehmensergebnissen – wie beispielsweise Gewinn oder Umsatz am Ende eines Geschäftsjahres.
Im Gegensatz zur Gratifikation – wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld – ist die Tantieme nicht automatisch fällig, sondern erfordert in der Regel das Erreichen spezifischer wirtschaftlicher Ziele.
Obwohl der Begriff Bonus häufig synonym verwendet wird, ist die Tantieme rechtlich abzugrenzen: Ein Bonus kann individuell bemessen und an Abteilungsergebnisse oder Einzelleistungen geknüpft sein, während die Tantieme typischerweise den Erfolg des Gesamtunternehmens widerspiegelt.